Leitbild und inhaltliche Schwerpunktsetzung

Integration, soziale Kohäsion und gesellschaftliche Teilhabe zählen zu den wichtigen Schlagworten des aktuellen öffentlichen und politischen Diskurses. Um den gegenwärtigen Entwicklungen auch im Bereich der Kultur Rechnung zu tragen, nimmt das Institut mediacult drei inhaltliche Schwerpunktsetzungen vor.

 

Kulturelle Bildung und gesellschaftliche Partizipation

In diesem Schwerpunkt wird das Angebot sowie der Zugang zu kultureller Bildung für unterschiedliche soziale Gruppen untersucht. Ausgehend von der Erforschung zielgruppenspezifischer Angebote für ältere Erwachsene sollen die Angebotsdifferenzierung nach unterschiedlichen Strukturkategorien (Alter, Geschlecht, Migrationshintergrund, Bildung, etc.) und die Zugangsweisen (Veranstaltungsformen, Vermittlungsmethoden und damit für die Teilnehmenden eröffneten Aneignungsweisen) näher betrachtet werden. Dabei geht es darum, mögliche Benachteiligungen, Hürden oder Exklusionsmechanismen aufzuspüren und Wissen bereitzustellen, das zur Erhöhung der Teilhabe- und Partizipationschancen benachteiligter sozialer Gruppen dient. Neben ihrem Beitrag zur Erweiterung des theoretischen Verständnisses von Inklusionsprozessen im Feld der Kultur sind die daraus resultierenden Forschungsergebnisse von unmittelbarem und praxisrelevantem Nutzen für Kulturorganisationen und Kulturbehörden.

 

Cultural Governance und Sozialraumentwicklung

Dieser Schwerpunkt zielt auf die Untersuchung von Stadt- und Regionalentwicklungsprozessen aus der „Cultural-Governance-Perspektive“. In den Vordergrund rückt die Interaktion zwischen unterschiedlichen AkteurInnen urbaner und ländlicher Sozialräume, der Kultur- sowie der Raumentwicklungspolitik. Besondere Berücksichtigung gilt dabei der Vereinbarkeit diverser Vorgaben, Ansprüche und Legitimationsgrundlagen auf unterschiedlichen politischen Ebenen („Multilevel-Governance“). Von besonderem Nutzen sind die daraus resultierenden Forschungsergebnisse für Stadtplanung und Kommunalpolitik.

 

Migrantische Kreativwirtschaft und Integration

Mit der Erforschung migrantischer Kreativwirtschaft reagiert das Institut mediacult auf die aktuellen Migrationsbewegungen, die Österreich vor allem arbeitsmarkt- und integrationspolitisch vor neue und dringende Herausforderungen stellen. Der Fokus richtet sich auf die Rahmenbedingungen sowie das Integrationspotenzial migrantischen Kulturschaffens. Damit knüpft das Institut an einen ihrer Forschungsschwerpunkte der letzten Jahre an („Cultural Entrepreneurs in Different Immigrant Communities of Vienna“) und leistet darüber hinaus einen Beitrag zur aktuellen Debatte der internationalen Migrationsforschung zum Einfluss migrantischen Kulturschaffens auf Integrationsprozesse.

 

 

 

 

 

 

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