Integrationsfaktor Kreativwirtschaft? Kulturschaffen syrischer, afghanischer und irakischer Zuwanderer in Wien

Fördergeber:  Stadt Wien MA7 in Form eines Forschungsstipendiums für Michael Parzer

Migrantisches Kulturschaffen erfüllt viele wichtige Funktionen für Zuwanderer: Es dient der Pflege und Aufrechterhaltung von kulturellen Traditionen des Herkunftslandes, es ermöglicht die Akkumulation von symbolischem und oft auch ökonomischem Kapital, und es bietet einen sozialen Raum, in dem Kontakte zu Landsleuten geknüpft werden aber auch Interaktionen mit Angehörigen der sogenannten Mehrheitsgesellschaft stattfinden können.

Während das Kulturschaffen zahlreicher migrantischer Gruppen als sehr gut erforscht gilt – insbesondere für die türkischen, indischen und ex-jugoslawischen Communities in Wien liegen eine Reihe von Studien vor – wissen wir kaum etwas über die Ausübung und Organisation kultureller Aktivitäten von Zuwanderern aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Das ist insofern bemerkenswert, als ersten Recherchen und Beobachtungen zufolge in Wien zahlreiche sowohl historisch gewachsene als auch im Entstehen begriffene Vereine und Organisationen existieren, die sich dem Kulturschaffen von Personen aus dem Nahen und Mittleren Osten widmen.

Vor dem Hintergrund dieser Lücke will das geplante Projekt den Blick auf jene kulturellen Unternehmungen richten, die von Zuwanderern aus diesen Regionen ausgehen. Konkret wird folgenden Fragen nachgegangen:

 

  1. Welche Kulturschaffende, Unternehmen, Vereine und Veranstaltungen im Feld der migrantischen Kreativwirtschaft lassen sich identifizieren?
  2. Unter welchen ökonomischen, rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen findet migrantisches Kulturschaffen satt? Inwiefern werden Barrieren und Hürden wahrgenommen? Und welche Maßnahmen der Unterstützung wurden bereits implementiert/könnten zukünftig implementiert werden (ohne einer Essentialisierung ethnischer Kategorien Vorschub zu leisten)?
  3. Welche Funktionen erfüllt migrantisches Kulturschaffen für Kulturschaffende, KulturarbeiterInnenund KulturunternehmerInnen? Können in diesem Zusammenhang integrationshemmende bzw. -fördernde Faktoren ausgemacht werden?
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